Articles

Anwalt István Cocron informiert über Rückforderung von Verlusten bei Online-Glücksspielen

David Bauer · Nov 4, 2026

Anwalt István Cocron informiert über Rückforderung von Verlusten bei Online-Glücksspielen

Anwalt István Cocron während eines Vortrags zu Rückforderungen bei Online-Glücksspielen

Rechtsanwalt István Cocron hat einen rund neunzigminütigen deutschsprachigen Vortrag gehalten, der Spielern, Angehörigen und Suchtberatern aktuelle Entwicklungen zur Rückforderung von Verlusten aus Online-Casinos und Sportwetten in Deutschland vorstellt, während er dabei auf mehrere Gerichtsverfahren und regulatorische Fragen eingeht.

Die zentralen Themen des Vortrags

Der Vortrag behandelt verschiedene rechtliche Entwicklungen, darunter Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs, die sich mit maltesischen Lizenzen und grenzüberschreitendem Spiel befassen, und er erklärt, wie diese Urteile Auswirkungen auf mögliche Erstattungsansprüche haben können, wobei er zugleich auf Verjährungsfristen von zehn Jahren sowie auf Verstöße gegen Einzahlungslimits durch lizenzierte Anbieter eingeht.

Experten beobachten, dass der Vortrag besonders auf die bevorstehende Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof am siebzehnten September zweitausendsechsundzwanzig eingeht, deren Urteil für Januar zweitausendsiebenundzwanzig erwartet wird, und er beleuchtet dabei auch Herausforderungen bei der Durchsetzung von Ansprüchen, die mit dem maltesischen „Bill 55“ verbunden sind.

EuGH-Entscheidungen und ihre Folgen

Im April zweitausendsechsundzwanzig wies der Europäische Gerichtshof in der Rechtssache C-440/23 maltesische Lizenzen zurück, während die Entscheidung in der Rechtssache C-77/24 vom Januar desselben Jahres Fragen zum Spiel im Ausland klärte, und diese Urteile bilden einen wesentlichen Bestandteil der Informationen, die Cocron den Teilnehmenden vermittelt, um mögliche Erstattungswege aufzuzeigen.

Beobachter stellen fest, dass diese Entscheidungen die rechtliche Lage für Anbieter und Spieler beeinflussen, weil sie nationale Verbote für Online-Glücksspieldienste bestätigen und gleichzeitig Grenzen für grenzüberschreitende Aktivitäten setzen, wodurch sich neue Aspekte für die zehnjährige Verjährungsfrist ergeben.

Darstellung rechtlicher Entwicklungen im deutschen Glücksspielmarkt

BGH-Leitverfahren und Verjährungsfristen

Das Leitverfahren vor dem Bundesgerichtshof am siebzehnten September zweitausendsechsundzwanzig wird als wichtiger Schritt betrachtet, weil sein Urteil im Januar zweitausendsiebenundzwanzig Klarheit über Erstattungsansprüche bringen soll, und Cocron erläutert in seinem Vortrag, wie die zehnjährige Verjährungsfrist in Verbindung mit Verstößen gegen Einzahlungslimits durch lizenzierte Betreiber genutzt werden kann.

Teilnehmende erfahren, dass solche Verstöße zusätzliche Ansatzpunkte für Rückforderungen eröffnen, während der Vortrag gleichzeitig auf praktische Schwierigkeiten bei der Durchsetzung hinweist, die aus dem maltesischen „Bill 55“ resultieren.

Ausblick auf die Entscheidung im November

Am neunzehnten November zweitausendsechsundzwanzig steht eine weitere EuGH-Entscheidung in der Rechtssache C-683/24 an, die sich mit dem maltesischen „Bill 55“ befasst, und dieser Termin wird im Vortrag als relevanter Faktor für künftige Durchsetzungsmöglichkeiten genannt, weil er mögliche Auswirkungen auf bestehende Verfahren haben könnte.

Der Vortrag stellt diese Termine und Verfahren in einen Gesamtzusammenhang, sodass Betroffene und Berater die zeitlichen Abläufe und rechtlichen Grundlagen besser einordnen können, ohne dass dabei konkrete Handlungsempfehlungen gegeben werden.

Fazit

Der Vortrag von István Cocron fasst die genannten EuGH-Urteile, das anstehende BGH-Leitverfahren und die damit verbundenen Verjährungs- sowie Durchsetzungsfragen zusammen, und er bietet damit eine strukturierte Übersicht über die aktuellen rechtlichen Entwicklungen zur Rückforderung von Verlusten aus Online-Glücksspielen in Deutschland.